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Trockenes Auge

​​​Wenn Ihre Augen rot sind, stechen oder Sie ein Fremdkörpergefühl und Juckreiz in den Augen verspüren, könnte dies ein Zeichen für ein „Trockenes Auge“ sein. Die Augen könnten zudem sensibel gegenüber Licht sein, sich müde anfühlen, oder sogar schmerzen. Manchmal kann es auch Tränenausfluss geben, eine reflexartige Reaktion, wenn das Auge gereizt wird. Auch Sehtrübungen sind möglich.


Immer mehr Menschen klagen über Trockenheitsgefühl in den Augen bzw. Befeuchtungsstörungen der Augenoberfläche. Als mögliche Ursache werden unsere geänderten Lebens- und Umweltbedingungen hierfür mit verantwortlich gemacht. Weltweit nimmt die Zahl der Personen mit trockenen Augen zu, der Berufsverband der Augenärzte geht von 10-12 Millionen Betroffenen in Deutschland aus.

Was ist…

 

Beim „Trockenen Auge“ (auch Keratoconjunctivitis sicca genannt) handelt es sich um eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche: die Tränenflüssigkeit wird entweder nicht mehr in ausreichender Menge produziert oder die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit hat sich verändert, wodurch die Tränenflüssigkeit schneller verdunstet.

Wenn Tränenflüssigkeit unzureichend produziert wird, wird dies im Regelfall durch eine Fehlfunktion der Tränendrüse (diese mündet in der Bindehautfalte des oberen Augenlides im äußeren Augenwinkel) hervorgerufen. Die erhöhte Verdunstung der Tränenflüssigkeit kann verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel Fehlfunktionen der Meibom-Drüsen (befinden sich am Innenrand der Augenlider), Lid-Funktionsstörungen, geringe Blinzelfrequenz…


 

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​Produkte zur Behandlung des Trockenen Auge:



 


Beim gesunden Auge werden Bindehaut und Hornhaut ständig von einem Tränenfilm überzogen. Dieser wird kontinuierlich neu gebildet, verdunstet und fließt über das Tränenpünktchen in den Nasen-Rachenraum ab.

Tränenfilm

 

Der Tränenfilm bedeckt die Augenoberfläche als transparenter Film und hat mehrere Aufgaben: Er hält das Auge befeuchtet, reinigt die Augenoberfläche und bietet Schutz vor Verletzung und Infektion. Er verteilt sich gleichmäßig beim Lidschlag oder alternativ beim Blinzeln, was etwa alle 5 bis 10

Sekunden geschieht. Der Tränenfilm besteht aus 3 unterschiedlichen Schichten:

  • Lipidschicht (auch ölige Schicht genannt)
  • Wässrige Schicht (umfasst bis zu 98% des Tränenfilms)
  • Muzinschicht (grenzt direkt an die Augenoberfläche)

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Lipidschicht

Die Lipidschicht wird von den Meibomdrüsen produziert und bildet die äußere Schicht des Tränenfilms. Ihre Hauptfunktion ist der Schutz der wässrigen Schicht vor Verdunstung. Sie verhindert außerdem, dass die Tränen aus dem Auge laufen und stabilisiert den Tränenfilm.


 

Wässrige Schicht

Die wässrige Schicht besteht größtenteils aus dem, was wir gewöhnlich unter Tränen verstehen. Sie wird von den Tränendrüsen produziert und versorgt die Hornhaut mit Nährstoffen sowie Sauerstoff. Sie hat antibakterielle Wirkung und reinigt die Augenoberfläche. Staub- und Schmutzpartikel und abgeschilferte Epithelzellen werden abtransportiert.


 

Muzinschicht

Die innere Schicht des Tränenfilms besteht aus Schleimstoffen (Muzinen), die von Zellen der Bindehaut und Hornhaut gebildet werden. Die Muzinschicht sorgt dafür, dass die von Natur aus wasserabstoßende Augenoberfläche überhaupt erst benetzbar wird. Außerdem gleicht sie Unebenheiten aus und ermöglicht den anderen Komponenten des Tränenfilms die leichte und gleichmäßige Ausbreitung auf der Augenoberfläche.

Ursachen

Das Trockene Auge kann verschiedene Ursachen haben, wie beispielsweise:

  • Altersbedingte Veränderungen in der Produktion und Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit
  • Bestimmte systemische Krankheiten wie das Sjögren-Syndrom, Gelenkrheumatismus, Vitamin A-Mangel, Schilddrüsenentzündung oder Diabetes
  • Bestimmte Medizin für die Behandlung von Bluthochdruck, Medikamente gegen Angstzustände und Psychosen, Antibaby-Pille, Diuretika und Allergiepräparate
  • Umweltbedingungen, wie zum Beispiel trockene Raumluft, Klimaanlage, Staub, Arbeiten in einem elektrischen Umfeld, Wind, Frost, Sonnenhitze
  • Bildschirmarbeit (niedrige Blinzelrate)

Diagnose

Bitte suchen Sie einen Augenarzt zur weiteren Untersuchung auf. Mit spezifischen Tests kann Ihr Augenarzt leicht feststellen, ob eine Benetzungsstörung des Auges vorliegt und ob die Hornhaut bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde. Mit der Spaltlampe kann untersucht werden wie stabil der Tränenfilm ist, d.h. wie lange der geschlossene Tränenfilm braucht, um auseinanderzubrechen bzw. aufzureißen. Mittels des sogenannten Schirmer-Tests (ein kleiner Filterpapierstreifen wird in das Unterlid gehängt; durch die Tränensekretion befeuchtet sich das Papier) besteht die Möglichkeit, die Tränenfilmmenge direkt zu messen. Wenn das Resultat klar vom Referenzpunkt abweicht, ist der Tränenfluss gestört.

Behandlung

Ziel der Behandlung ist es, die Symptome des Trockenen Auges zu lindern. Das Trockene Auge wird üblicherweise mit Tränenersatzmitteln (auch künstliche Tränen genannt) behandelt, welche die Augenoberfläche befeuchten und wieder regenerieren. Die Beschwerden gehen zurück. Allerdings müssen Tränenersatzmittel oft mehrere Male am Tag angewendet werden. Wenn der Gebrauch chronisch oder sehr häufig ist, Sie Kontaktlinsen tragen oder sensibel gegenüber Konservierungsmitteln sind, die in vielen Augentropfen verwendet werden, sollten Sie zu konservierungsmittelfreien Produkten greifen.