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Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

​​​​​AMD ist in den Industrieländern der Hauptgrund für ein eingeschränktes Sehvermögen.

 

Sollten Sie die folgenden Symptome bemerken, suchen Sie bitte schnellstmöglich einen Augenarzt auf, da diese auf die altersbedingte Makuladegeneration deuten können:

 

Verschwimmen des zentralen Sehfelds oder genauer:

  • Abnahme der Sehschärfe, Wörter in Büchern verschwimmen zunehmend oder es wird schwieriger, Gesichter zu erkennen
  • Abnahme des Kontrast-Empfindens, Farben verblassen
  • Beeinträchtigung des zentralen Sehfelds, gerade Linien erscheinen gekrümmt

Was ist…

Die Makula ist ein hochspezialisierter Bereich in der Mitte der Netzhaut (Retina) und spielt für die Sehkraft des Auges eine entscheidende Bedeutung: sie ist die Stelle des schärfsten Sehens und für wesentliche Sehleistungen wie zum Beispiel das Lesen oder das Erkennen von Gesichtern verantwortlich. Die empfindliche Makula wird durch besondere Farbstoffe, das sogenannte Makulapigment, geschützt. Sie besteht aus den gelben Carotinoiden Lutein und Zeaxanthin, daher wird sie auch „Gelber Fleck“ genannt. Lutein und Zeaxanthin werden vom Körper nicht selbst hergestellt und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

AMD führt zum unumkehrbaren Verlust des zentralen Sehfelds, während das periphere Sehen erhalten bleibt. Das heißt, bei fortgeschrittener Krankheit sieht das Auge nur noch den äußeren Teil eines Bildes (schemenhafte Umrisse und Kontraste). AMD ist bisher nicht heilbar.

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Es gibt zwei Arten der altersbedingten Makuladegeneration:

 

Trockene AMD (auch atrophische AMD genannt) ist der häufigere Subtypus, und betrifft etwa 90% aller Personen mit AMD. Eine kleine Minderheit hat die feuchte (exsudative) Form, die oft bei Personen auftritt, die eine Vorgeschichte mit trockener AMD haben.

Ursachen

Trockene AMD wird durch das Altern und die Ausdünnung des Gewebes der Makula verursacht. Dadurch können sich Abbauprodukte der Netzhautzellen (sogenannte Drusen) unter der Retina ansammeln. Bei der feuchten AMD beginnen abnorme, undichte Blutgefäße unterhalb der Makula zu wachsen.

Von der AMD sind nach Schätzungen in Deutschland bis zu 4,5 Millionen Menschen betroffen. Etwa 25% der 65-74jährigen und 35% der 75-84jährigen leiden an Frühformen dieser chronischen Augenerkrankung.

Risikofaktoren

Risikofaktoren für das Auftreten einer AMD sind:

  • Alter: das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 50. Lebensjahr exponentiell an. Fast jede fünfte Person über 65 ist betroffen
  • Rauchen erhöht das Risiko für AMD um das 3-fache
  • Genetische Veranlagung: erhöhtes Risiko bei Menschen, bei denen eines oder mehrere Familienmitglieder von AMD betroffen sind
  • Weibliches Geschlecht
  • Unausgewogene Ernährung – Mangel an Mikronährstoffen
  • Helle Hautfarbe, helle Augen
  • Intensive längere Blaulicht-/ UV-Belastung, z.B. Aufenthalt in südlichen Ländern und im winterlichen Hochgebirge

Diagnose

Wenn Sie eines der oben genannten Symptome wiedererkennen, suchen Sie bitte schnellstmöglich Ihren Augenarzt auf.

Zur Diagnose der AMD werden meist folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Bestimmung der Sehschärfe
  • Amslergitter-Test. Bei diesem einfachen Standardtest schauen Sie auf ein schlichtes Gittermuster. Patienten mit AMD sehen die Linien verzerrt oder lückenhaft.
  • Untersuchung des Augenhintergrundes von beiden Augen unter Weitstellung der Pupillen (Funduskopie)  
  • Darstellung der Blutgefäße im Augenhintergrund mit einem fluoreszierenden Farbstoff  zur Beurteilung des Ausmaßes von Membran- und Gefäßneubildungen (Fluoreszenzangiographie)

Behandlung / Prophylaxe

Die Behandlungsmöglichkeiten der AMD sind begrenzt. Eine Heilung der AMD ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Heutige Behandlungsverfahren zielen darauf ab, den Krankheitsverlauf aufzuhalten oder ihn zumindest zu verlangsamen.

Für die trockene AMD gibt es bisher so gut wie keine Behandlungsmöglichkeiten. Wissenschaftlich belegt ist, dass durch die Gabe von hoch dosierten Vitaminen, Carotinoiden wie Lutein und Zeaxanthin und Spurenelementen bei fortgeschrittenen Stadien der AMD, das weitere Voranschreiten der Erkrankung verlangsamt werden kann (sog. AREDS-Studien*).


Hilfreich sind bei dieser Verlaufsform auch vergrößernde Sehhilfen, wie zum Beispiel eine beleuchtete Leselupe oder ein Bildschirmlesegerät.

Bei der feuchten Form der Erkrankung stehen verschiedene Behandlungsansätze zur Verfügung. Es wird z.B. versucht, die krankhaften, oft undichten Blutgefäße zu veröden oder deren Bildung zu unterbinden. Als Verfahren werden  unter anderem  Lasertherapien wie  die photodynamische Therapie oder Injektionen von Medikamenten in den Glaskörper, die spezifisch das Gefäßwachstum hemmen, eingesetzt

Vorbeugende Maßnahmen

  • Nicht rauchen
  • Bluthochdruck regelmäßig kontrollieren
  • Bei besonders hellem Licht, etwa in den Bergen und am Meer, eine Sonnenbrille mit UV- und Blaulichtschutz tragen
  • Ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse. Grünblättrige Gemüse wie Broccoli, Karotten oder Mais enthalten antioxidative, makulaschützende Substanzen (z.B. Lutein). Eine gesunde Ernährung schützt nachweislich vor AMD. Die in Obst und Gemüse enthaltenden Pigmentstoffe wirken sich positiv auf die zentrale Netzhaut aus und verringern so die Anfälligkeit für eine AMD-Erkrankung. Bei einer unzureichenden Zufuhr dieser Mikronährstoffe über die normale Ernährung könnte eine zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die Lutein, Vitamine und Spurenelemente enthalten, sinnvoll sein.

 

* AREDS Report No. 8, Arch Ophthalmol 2001; 119: 1417-1436; AREDS 2 Research Group, JAMA 2013; 309: 2005-2015; AREDS 2  Research Group JAMA Ophthalmol 2014; 132:142-149